Erfahrungsbericht Auslandssemester an der CPIT (jetzt: Ara) Neuseeland

/Erfahrungsbericht Auslandssemester an der CPIT (jetzt: Ara) Neuseeland
Erfahrungsbericht Auslandssemester an der CPIT (jetzt: Ara) Neuseeland2016-04-01T00:57:20+02:00

… von Philipp Joseph , Medieninformatik Fachhochschule Düsseldorf

VORBEREITUNG

Von Juli bis Dezember 2014 habe ich mein Studium im Fach Medieninformatik an der Fachhochschule Düsseldorf (FHD) durch ein Semester an der neuseeländischen Hochschule Christchurch Polytechnic Institute of Technology (CPIT) (seit 2016: Ara Institute of Canterbury, kurz: Ara) bereichert.

Auf die Idee einen Teil meines Studiums in Neuseeland zu absolvieren, kam ich auf einem Vortrag des International Office (IO) an meiner Hochschule. Dort erhielten wir erste Informationen über die Kooperation der FH Düsseldorf und neuseeländischer Hochschulen. Hinzu kamen wichtige Tipps zur Planung und Finanzierung. Neugierig geworden, wandte ich mich an das International Office und trat in E-Mail Kontakt mit Tina Hartung von Study Applied Sciences NZ. Ich entschied mich, meine Planung auf das Christchurch Polytechnic Institute of Technology (CPIT) zu konzentrieren, da ich wusste, dass zwischen meiner Hochschule und CPIT eine Kooperation besteht.

Um eine Anerkennung meines Auslandssemesters zu gewährleisten, verglich ich die Inhalte der Fächer von CPIT und den noch zu absolvierenden Fächern an der FHD . Nach sorgfältiger Recherche und mit besonderer Unterstützung von Tina Hartung und dem Internationalisierungsbeauftragten des Fachbereichs Medien, konnte ich die Auswahl meiner Fächer zur Anerkennung meiner Studienleistungen an offizielle Stelle weiterleiten. Als die Anerkennung meiner Fächerwahl bestätigt war, stand der Bewerbung bei CPIT nichts mehr im Wege. Die nötigen Formulare hierfür konnte ich ganz problemlos per E-Mail senden.

Nachdem ich ein sogenanntes „Offer of Placement“ erhielt und die  nötigen Unterlagen unterschrieben und eingesandt hatte, ging es nun an die Finanzierung meines Auslandssemesters. Da ich aufgrund des Verdienstes meiner Eltern keinen Anspruch auf Auslands-BAFöG hatte, machte ich mich über verschiedene Stipendiendatenbanken auf die Suche nach einem passenden Stipendium. Dank des PROMOS-Programms erhielt ich 300 Dollar im Monat, die das ansonsten durch meine Eltern finanzierte Auslandssemester unterstützen. Um das Stipendium zu erhalten, musste ich gute Englischkenntnisse vorweisen, was für mich jedoch keine Hürde war.

Nun galt es noch weitere Angelegenheiten zu regeln, wie beispielsweise die Beantragung des Visums und des internationalen Führerscheins. Und die Buchung der Flüge natürlich. Um den möglichst günstigsten Flug zu finden, machte ich ich im Internet auf Vergleichsportalen und den Homepages der Fluggesellschaften schlau. Meine Ankunft in Christchurch plante ich absichtlich zwei Wochen vor Studienbeginn, um genügend Zeit für Wohnungssuche und allgemeine Orientierung zu haben. Außerdem hatte ich vorab ein Hostel gebucht, damit ich mich nach dem anstrengenden Flug nicht noch um eine Unterkunft kümmern musste, und in Christchurch sind die Hostels schnell ausgebucht.

WÄHREND DES AUFENTHALTS

Einige Tage vor Beginn des Semesters traf ich mich mit OLYMPUS DIGITAL CAMERATina Hartung und anderen deutschen Studenten, die ebenfalls in Christchurch studieren, auf einen Kaffee, um weitere Kontakte zu knüpfen. Außerdem traf ich mich  mit Lesley Iggo vom Internationalen Office von CPIT, die mir schon zuvor sehr bei der Bewerbung und allen damit verbunden Angelegenheiten geholfen hatte. Bei einem von ihr organisierten Welcome Meeting lernte ich andere Austauschstudenten kennen und wir erhielten wichtige Informationen.

Ich studierte das Fach Information and Communication Technology und belegte die Kurse Network Infrastructure, Network Operating Systems, Introduction to Business Analysis und Mobile Technology. In Welcome Meetings wurde ich über den Aufbau des Studiengangs informiert und in ersten Vorlesungen mit den Inhalten des Fachs und den Abläufen von Praktika und Prüfungen bekannt gemacht. Der Unterricht war sehr praxisorientiert und das Gelernte wurde immer anhand von konkreten Fragen und Aufgabenstellungen geübt. Alle Dozenten waren stets freundlich und bereit alle allgemeinen, aber auch persönlichen Fragen zu beantworten. Mit nicht fachbezogenen Fragen wie beispielsweise Mitvertrag, Terminen und Prüfungen oder Kontaktaufbau zu Dozenten konnte ich mich an Lesley Iggo wenden. Anfangs war der Alltag ein wenig stressig, bis die ersten Prüfungen stattfanden. Zwar gab es einige Themen, die ich für die Prüfungen wiederholen musste, jedoch waren die Prüfungen einfacher als erwartet. Meine Prüfungen, die jeweils 10 bis 80% der Endnote des jeweiligen Fachs bestimmten, fanden über das ganze Semester  hinweg statt, sodass der Prüfungsstress sich gut verteilte.

Bei einem Spaziergang durch die Stadt entdeckte ich per Zufall ein Schild,OLYMPUS DIGITAL CAMERA dass möblierte Zimmer zu vermieten seien. So fand ich eine sehr nette Wohngemeinschaft und lebte wie die meisten Studenten in Christchurch in einer WG. Innerhalb meiner Zeit in Neuseeland gewann ich viele neue Freunde, mit denen ich viel unternahm, wie zum Beispeil skifahren und klettern. Außerdem verbrachte ich ein Wochenende im nahegelegenen Küstenort Kaikoura und machte letztendlich noch einen Roadtrip auf der Nordinsel mit neuen Freunden aus den Niederlanden und Deutschland. Die Neuseeländer (oder auch Kiwis) stellten sich als sehr herzliche Gastgeber heraus, die uns viel boten, ohne eine Gegenleistung zu erwarten.

FAZIT

Mein Rat an alle die mit dem Gedanken spielen, ein Auslandssemester in Neuseeland zu absolvieren, ist sich vorab sehr gut zu informieren und sich frühzeitig um Angelegenheiten wie Visum, Finanzierung und Anrechnung der Leistungen zu kümmern. Außerdem war die Kontaktaufnahme zum IO und anderen Personen an der Hochschule sehr hilfreich. Anfängliche Sorgen wurden sehr schnell aus dem Weg geräumt, denn ich lernte sehr schnell tolle Freunde kennen und überwand meine Hemmungen Englisch zu sprechen. Die wundervolle Unterstützung durch Dozenten und Lesley Iggo machten dann alles noch viel einfacher als gedacht.

»zum Hochschulprofil der CPIT

× How can I help you?